Dienstag, 11. April 2017

Elizabeth Little; Mördermädchen: Stimme der Vernunft


Das Buch ist in einem phänomenalen Stil geschrieben und fesselt einen vom ersten Moment an. Die Figur Jane Jenkins hat solch spezifische Eigenschaften, dass man nicht anders kann, als sich an ihr Leben zu ketten. Die Geschichte wird aus der Ich-Perspektive geschrieben.


Jane Jenkins saß 10 Jahre wegen Mordes an ihrer Mutter im Gefängnis. Damals war sie 17, nun als 27-Jährige kommt sie wieder raus, weil man die Anklage fallengelassen hat. Ihr Einziger Vertrauter ist ihr Anwalt Noah Washington. Das Problem ist, sie kann sich weder an die Tat noch an irgendetwas erinnern, was an diesem Tag geschehen war.
Es gab bei der Leiche ihre DNA Spuren, und ihren Namen, welcher neben der Leiche aufgeschrieben wurde. Alles deutete auf sie. Auch der Umstand, den nur sie selbst wusste, dass sie ihre Mutter nie besonders gemocht hatte.
Freigelassen wurde sie, weil man gegen Mitarbeiter des Kriminallabors Anklage erhob, die vorsätzlich Beweise manipuliert haben.
Doch die Mehrheit der Medien war sich sicher, dass sie dennoch schuldig war. Ein Crime-Blogger, Trace Kessler, der sich mit dem Fall von Anfang an beschäftigt hatte, setzte eine Belohnung von 50.000 aus, wenn man ihm verraten würde, wo sie sich aufhielt.
Sie war seit bereits 6 Wochen in Sacaramento - versteckt vor der Öffentlichkeit.
Ihr Ziel war ihr bereits im Gefängnis vor Augen erschienen. Sie wollte dorthin, wo ihre Mutter aufgewachsen war. Dort, wo alles begann. Vielleicht würde sie dort den Mörder finden, jemanden, der ihre Mutter und sie so sehr hasste, dass er ihnen das antun könnte. Oder, sie würde herausfinden, dass tatsächlich SIE die Mörderin war.

Eine wirklich interessante Geschichte. Ich fand sie auch sehr gut konstruiert und von der Ideologie sehr realistisch manifestiert. Leider wurde das Ende und die Beschreibung über das "Warum" zu dünn ausgelegt. Die Tatsachen waren letztendlich nicht explizit formuliert worden, was den Eindruck des Thrillers am Ende deutlich schmälerte, als er tatsächlich zu sein vermag.



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